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Einzeltest: Vistaprint

Nur Ärger mit Visitenkarten aus dem Web?

Artikel aus Internet Professionell Ausgabe 3/2008
Author: Sascha Steinhoff

Onlinedienste zum Erstellen professioneller Visitenkarten sind in der Theorie günstiger als Werbeagenturen. Unser Praxistest mit dem meistbeworbenen Service dieser Art brachte jedoch andere Erfahrungen.

Minimalistische Basismodelle

Individuell gestaltete Visitenkarten sind im Geschäftsleben heute Standard. Standard-Designs wie sie jeder Visitenkartenautomat am Bahnhof ausspuckt, sind nicht mehr zeitgemäß. Wer nicht auf's Geld schauen muss kann einfach eine Werbeagentur beauftragen, die vom Design bis zum Druck alle Arbeitsschritte übernimmt.

Soviel Service geht allerdings schnell ins Geld. Wer sein Design selbst mit Photoshop entwirft, kann genausogut einen der wesentlich billigeren Online-Druckdienste nutzen. Soweit jedenfalls die Theorie. Wir haben mit einer Probebestellung bei Vistaprint jedoch andere Erfahrungen gemacht.

Die Listenpreise von Vistaprint sind üppig, allerdings kann man sie durch diverse Rabatte erheblich reduzieren.

Preisfalle: Wer clever ist, zahlt nicht den Listenpreis

Wer sich als Kunde bei Vistaprint anmeldet, kann unter einer Vielzahl an mal mehr, mal weniger gelungenen Design-Vorlagen auswählen. Auch ein individuelles Firmendesign ist möglich. Um den Kunden die Arbeit zu erleichtern, hat Vistaprint passende Format-Vorlagen für Photoshop zum Download bereitgestellt. Diese kann man nach eigenen Wünschen anpassen und dann wieder hochladen.

Wir haben mit diesen Vorlagen ein eigenes Design mit Porträtfoto entworfen, und die schwarzen Standardschriften um eine graue ergänzt. Die ersten Überrraschungen kamen bei der Konfiguration. Die angegebenen Grundpreise - in unserem Fall 23,99 Euro für 250 Visitenkarten- sind ähnlich minimalistisch ausgelegt wie Basismodelle bei Daimler Benz - ohne kostspielige Extras geht es nicht. Hinzu addierten sich noch 11,99 Euro Aufpreis für Hochglanzkarton, welcher dem Foto eine bessere Druckqualität bescheren sollte. Für 5,99 Euro gab es dann auch eine bedruckte Rückseite und der Versand schlug mit 10,66 Euro (Standard, 10 Tage Lieferzeit) zu Buche. In der Summe waren das dann 52,63 Euro und das war uns doch zu viel.

Glücklicherweise lag im Büro einer der zahllosen Werbeflyer herum, mit denen Amazon-Kunden regelmäßig bedacht werden; er versprach 90 Prozent Rabatt. Unter der URL www.vistaprint.de/amazon16 wurde es dann deutlich billiger, weil sich der Grundpreis von 23,99 Euro auf 2,49 Euro reduzierte.

Außerdem wählten wir die Versand-Option "Langsam, 21 Tage Lieferzeit", somit ergab sich ein Gesamtpreis von fairen 21,47 Euro.

Während die schwarzen Schriften noch kantenscharf gedruckt sind, wirken die grauen Buchstaben sehr "krukelig".

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Kapitel:
Minimalistische Basismodelle | Druckqualität: "Return of the Matrixdrucker"? | Service: "Anybody out there?" | Fazit: Viel Aufwand, noch keine vorzeigbaren Visitenkarten

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