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Einzeltest: Zend Studio 5.5
IDE zum Entwickeln von PHP-basierten Webanwendungen

Artikel aus Internet Professionell Ausgabe 12/2006
Author: Christian Wenz,Jacqueline Pohl

Zend lockt mit einer neuen Version seiner PHP-Entwicklungsumgebung. Internet Professionell wirft einen ersten Blick auf die Beta-Version. Einige lang vermisste Funktionen wie Intellisense und Drag and Drop sind nun an Bord.

Testbericht

Nachdem eine Zeit lang Gerüchte im Umlauf waren, Zend würde sein Zend Studio nicht mehr weiterentwickeln und stattdessen den Schwerpunkt auf Eclipse legen, widerlegte die PHP-Firma alle derartigen Vermutungen. Zeitgleich zur Zend PHP Conference 2006 im kalifornischen San Jose ist eine erste Beta-Version von Zend Studio erschienen. Gleichzeitig bestätigen die Zend-Verantwortlichen, dass das Zend Studio stets der Haupt-Editor sein würde. Grund genug, einen Blick auf die Vorabversion zu werfen, die wohl als erstes PHP-Werkzeug dieser Art spezifisch PHP 5.2 unterstützt.

Neues im Editor

Die gute Nachricht zuerst: Endlich unterstützt das Zend Studio das Drag and Drop von Dateien direkt in den Editor, ein Feature, das andere Produkte bereits seit über zehn Jahren beherrschen. Auch alle anderen Punkte sind eher Detailverbesserungen. Die Code-Autoergänzung Intellisense wurde weiter verbessert. Jetzt wird auch der Aufruf von Java-Funktionalität aus PHP heraus automatisch vervollständigt. Das ist recht clever gelöst: Gibt der Anwender etwa $j = new Java("java.lang.System"); ein - wobei die Zeichenkette bereits vom Zend Studio automatisch ergänzt wird -, erhält er nach Eingabe von $j-> eine Liste der zugehörigen Methoden und Eigenschaften wie etwa getProperty() oder out. Dass das allerdings in der Praxis eher selten zum Einsatz kommt, steht auf einem anderen Blatt. Ebenfalls mit in die Intellisense-Liste aufgenommen ist das Zend Framework, Zends PHP-Rahmenwerk, das ebenfalls mit Zend Studio mitgeliefert wird.

Für aufwendigere Entwicklungsprojekte interessant ist die engere Verzahnung des Editors mit Versionsverwaltungssystemen. Die Projektansicht zeigt jetzt den Status jedes Dokuments in CVS oder SVN an. Zend Studio gibt es auch wie bisher schon in zwei verschiedenen Versionen, Standard und Professional. Die Einschränkungen der Standard-Version sind teilweise erheblich. So fehlen dort beispielsweise die Anbindungen an FTP, CVS und SVN, die Unterstützung für Soap-Webservices und die Datenbankunterstützung des Editors. Den bequemen Debugger gibt es auch in der kleineren Ausgabe, allerdings nur lokal, nicht remote. Letzteres bleibt der Professional-Version vorbehalten.

Altlasten

Einige alte Kritikpunkte am Editor sind leider noch nicht behoben worden. Das integrierte PHP für eine schnelle Debug-Ansicht im Editor enthält weiterhin keine Erweiterungen und ist somit für realitätsnahe Tests nur bedingt zu gebrauchen. Der Java-basierte Editor läuft zwar auf vielen Plattformen, aber leider nicht besonders schnell.

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