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Onlinehandels-Umfrage: Nicht alle Möglichkeiten genutzt
Online-Händler können Zahlungsausfälle vermeiden
Artikel aus Internet Professionell Ausgabe 9/2007
Author:
Barbara Lange
Viele Online-Kunden überweisen nicht den vollen Betrag, geben falsche Adressen oder Kontodaten an oder bestellen mehr, als ihr Dispo-Kredit hergibt. Wie Online-Händler damit umgehen, untersucht eine aktuelle Umfrage.
Nachholbedarf: Kundendaten prüfen
Was tun, wenn die Kasse nicht klingelt? Zwar existieren zahlreiche Möglichkeiten, um das so genannte Zahlungsausfallrisiko schon im Vorfeld zu reduzieren, bevor die aufwändige Inkasso-Lawine ins Rollen kommt aber die meisten Unternehmen nutzen sie noch zu wenig. Das ist ein Ergebnis der Händlerumfrage "Wohin geht die Reise im eCommerce", die ein Konsortium um ibi research an der Universität Regensburg GmbH auf dem diesjährigenE-Payment-Forum vorgestellt hat.
Ein Ausweg aus dem Dilemma wäre eine Prüfung der Daten, die der Kunde eingegeben hat: Adresse, Telefonnummer, E-Mail - was aber noch zu wenige tun. Nur sieben Prozent der Unternehmen checken die Existenz und die Zustellbarkeit von Adresse, E-Mail (5 %) oder Telefonnummer (8 %), viele wollen sich aber in Zukunft verstärkt damit beschäftigen, gaben sie bei der Online-Befragung an.
Weitere Informationen über den Kunden und seine Zahlungsmoral - möglich wären Auskunfteien oder Wirtschaftsdatenbanken - holen nur wenige ein. Die Hälfte der Befragten prüfen noch nicht einmal ihren eigen Datenbestand, das Kreditlimit des Kunden oder die Höhe der ausstehenden Forderungen.
Viele gehen locker mit dem Thema Zahlungsausfällen um, ganz nach dem Motto: "wird schon gut gehen", so das Fazit der Autoren. Neun Prozent der 574 befragten meist kleinen Online-Händler, überwiegend Verkäufer von physischen Waren, tun gar nichts, wenn das Geld nicht kommt.
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