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report: XML und die Internetsuche

Internet-Suche: Warum Standards hier nicht funktionieren

Artikel aus Internet Professionell Ausgabe 8/2007
Author: Johann Glas

XML bietet sich geradezu an, um die Suche im Internet zu vereinfachen. Die Daten sind strukturiert und genau definiert, so dass alle Informationen gewissermaßen schon sortiert für die Suche vorliegen. Johann Glas komentiert, warum es trotzdem nicht geht.

"Tchaikovsky" beweist: XML hilft nicht immer

Das ist Ihnen sicherlich auch schon passiert. Sie suchen ein Online-Biografie über Tschaikowsky und bekommen als Suchergebnis Angebote über seine Werk auf CD oder MP3. Man erfährt auch nützliche Dinge, wie zum Beispiel, dass es eine "Tschaikovski"-Musikschule gibt oder Neuigkeiten aus dem Gewerbe der Büstenmanufakturen.

Mit XML wäre das viel einfacher. Würden die Suchmaschinen mit XML arbeiten, würde man nach Eintippen von "Tschaikowsky" sofort auf den richtigen Seiten landen.

Dieser schönen Suchwelt stehen mehrere Hindernisse im Weg. Obwohl es natürlich grundsätzlich zu verwirklichen wäre. So sind zum Beispiel immer noch ältere Browser im Betrieb, die mit XML nichts anfangen können. Auch wenn es gute Produkte zum Nulltarif gibt, diesen Mitbürgern ein neues Programm aufzudrängen wäre trotzdem undemokratisch.

Uns fehlen wieder einmal die Standards. Nicht der XML-Standard selbst, sondern die Standards für die Tags. Hier müssten sich die Industriezweige zusammenraufen und gewissermaßen eine Schreibvereinbarung anbieten, um eine gezielte Suche zu erlauben. Einige haben schon angefangen. Aber wenn es richtig losgeht: Das Gerangel der Platzhirsche über die Deutungshoheit kann man sich gut vorstellen. Sollten sie sich trotzdem schnell einigen, ähnelt das ganze dann mehr einer Datenbankabfrage - was es ja auch ist - als einer Textsuche, wie wir es gewöhnt sind. Das bedeutet für Sie: Tags auswendig lernen! Viel Spaß!



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