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Know-How:
Tag-Clouds aus Design- und Usability-Sicht
Einsatzzwecke
 Eine Unmenge an Tag-Clouds beschäftigt sich mit News. Häufiges Opfer sind die Google News, die selbst Nachrichten aus verschiedenen Quellen zusammenfassen. Interessant ist hier auch der Web-2.0-Dienst Zoomclouds.egrupos.net. Er generiert Tag-Clouds aus beliebigen RSS-Feeds und kann so beispielsweise auch zur Nachrichten-Aufbereitung genutzt werden.
Andere Einsatzgebiete von Tag-Clouds liegen in Statistik und Marktforschung. Beispielsweise erlaubt eine Keyword-Tag-Cloud mit den wichtigsten Schlüsselwörtern einen völlig neuen Blick auf die Suchbegriffe, mit denen Nutzer auf Ihre Website kommen. Praktisch ist beispielsweise der eBay-Tag-Cloud-Generatot von Alex Schultz. Dort lässt sich eine Tag-Cloud für ein Land und eine eBay-Kategorie erstellen. Das erlaubt interessante Einblicke in die Suchbegriffe von eBay-Nutzern und zeigt mögliche Trends. Etwas weiter gedacht, lässt sich ein solches Mittel natürlich auch im Intranet und in Wissensdatenbanken verwenden. Dort kommen oftmals schon ähnliche Algorithmen zum Einsatz, die optische Gewichtung ist allerdings oftmals ein noch neuer Ansatz.
Dass die Häufigkeit oder Relevanz von Begriffen nicht der einzige interessante Parameter für Tag-Clouds sein muss, zeigt das Beispiel chir.ag/phernalia/preztags. Hier werden Reden von US-Präsidenten analysiert. Neben der Worthäufigkeit gibt es noch eine zeitliche Dimension. Über einen Schieberegler kann der Nutzer angefangen bei George W. Bush in die Vergangenheit reisen und vergleichen, welche Begriffe beispielsweise für den Amtsvorgänger Bill Clinton besonders wichtig waren.
Dieser Vergleich ist zwar historisch extrem interessant, hinkt aber dennoch ein wenig. Zu leicht kann aus der neutralen Gewichtung ein Beweis werden, dass George Bush ein Kriegstreiber ist, da er hauptsächlich über Terroristen und den Irak gesprochen hat, Bill Clinton dagegen über die Familie. Tag-Clouds reduzieren hier komplexe Themen auf die pure Begrifflichkeit.
Neue Wege
Sowohl die Zeitachse für die Präsidenten als auch die Verknüpfung für Begriffe bei den Google-News haben schon gezeigt, dass Tag-Clouds bei weitem noch nicht am Ende ihrer Möglichkeiten sind. 83degrees.com stellt beispielsweise eine Tag-Cloud als einzige Navigation in den Vordergrund. Dieser Ansatz wird zwar sicherlich auf einige wenige Sites beschränkt bleiben, dennoch darf man auf kommende Innovationen gespannt sein.
Einen anderen Ansatz zeigt eine auf Flash basierende Google-Newsmap. Hier werden Nachrichten nach ihrer Relevanz in unterschiedlich große Quadrate gepackt und farblich nach Kategorien sortiert. Vergleichen Sie dies mit der normalen Google-News-Seite, erhalten Sie eine Ahnung davon, wie solche Ansätze in Zukunft den Zugriff auf Informationen revolutionieren könnten.
Bis dahin ist es allerdings noch ein weiter Weg: Gerade kleinere Informationen gehen leicht unter. Viele Nachrichten sind nur dank Rollover-Informationskästchen lesbar, und die Farbsortierung nach Rubriken benötigt auf jeden Fall eine Legende. Wer noch einen Schritt weiter denken möchte, könnte sich solche Tag-Clouds auch als räumliche Bilder in einer dreidimensionalen Welt vorstellen.

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Kapitel:
Wortwolken
| Logik und Gewichtung
| Schriftgröße und Farben
| Einsatzzwecke
| Fazit
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